Hallo ins kalte Deutschland
als Erstes möchte ich euch sagen: Schneee?? Wie schön :-( Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal so nach etwas mehr Kälte sehnen würde. Hier schwizt man immer mehr, weil jetzt die Trockenzeit aufhört und es somit noch wärmer wird als es eh schon ist. Die Weihnachtsstimmung bleibt, trotz des Lebkuchenpakets aus Deutschland, noch aus...
Gerade sitze ich in Iganga beim Youth Camp und wir warten dank der ugandischen Organisation auf die Teller, an die dummerweise nicht gedacht wurde. Mit den Händen zu essen ist hier durchaus üblich, aber ohne Teller haben wohl sogar die Ugander so ihre Schwierigkeiten. Bei der Gelegenheit hab ich mir gedacht ich berichte nochmal ein wenig bevor die Reiserei an den wunderschönen Strand nach Mombasa und die Safarireise durch Ugandas Nationalparks beginnt ;-)
Ein denkwürdiger Moment war eindeutig, als wir letzte Woche mal wieder in Kampala waren wegen unseren Visas und im Backpackers in unser Zimmer im 1.Stock geführt wurden: Eigentlich nur ein weiterer Teil der Veranda. Der einzige Unterschied: Eine Wand mit einer Tür und zwei Doppelbetten. Die Fensterscheibe hat einfach nicht existiert und da wir das letzte Mal dort eine Begegnung mit einem Affen hatten, hab ich schon an nächtliche Besucher gedacht... Zum Glück blieben die dann doch aus und wir haben nach Lagerfeuer und Stokbrot bei Marie und Britta selig geschlafen. Am nächsten Morgen haben wir dank unseren Freunden in der Mukisa Foundation sogar Zutritt zur amerikanischen Botschaft bekommen. Dort haben sie mit den von den Müttern gebastelten Crafts am Weihnachtsmarkt teilgenommen und wir durften sogar nur mit unseren Kopien von den Reisepässen( die richtigen Pässe lagen ja beim Immigration Office) dabei sein ;-) Die Botschaft ist echt riesig und super modern.
Nach Kampala braucht man immer mindestens einen Tag zum Entspannen, was wir dann auch am Pool Sonntags getan haben. Ihr seht, kein Schnee hat auch seine Vorteile ;-)
Momentan haben wir den Ugandern gerade Scheere Stein Papier beigebracht. Unglaublich wie kann man sowas nur nicht kennen? Jetzt haben alle Spaß bei dem guten alten Stopptanz. Mensch hab ich das lange nichtmehr gemacht :-)
So und jetzt noch zu der ugandischen Frisur: Irgendetwas hat mich wohl am Donnerstag geritten, dass ich mich in einen ugandischen Haar Salon gesetzt habe. Vielleicht war es die Tatsache, dass man sich auf den folgenen Youth Camps nicht so oft die Haare waschen kann wie man möchte oder ich wollte einfach mal wieder beim Fiseur sitzen... ich weiß es nichtmehr. Endlos viele Künstliche Haare und vier Stunden später, in denen immer mindestens 4 Frauen an meinem Kopf zugange waren, war ich dann endlich fertig. Nein, es sind keine Zöpfe, sondern gedrehte Haare. Schwer zu beschreiben und ich bin mir noch nicht im klaren, ob ich diesen Anblick wirklich für die Öffentlichkeit zugänglich machen soll. Was ich daraus auf jeden Fall gelernt habe: Ugandische Frauen brauchen noch ewiger als wir beim Friseur und es ist unglaublich unpraktisch. Es ist schwer(ich hab ungefähr 2 oder 3mal so viel Haare wie vorher auf dem Kopf), schwer zu bändigen und extrem unbequem beim Schlafen. Lange halte ich es damit also nicht aus ;-)
So jetzt gehts weiter auf die Tanzfläche
Viel Spaß bei den Schneeballschlachten
Kämpft für mich mit ;-)
Eure Sabrina