Bulungi- Mir geht's gut.
Das sind die ersten Woerter Luganda, die ich hier gelernt habe. Es werden noch viele folgen.
Meine erste Woche in Uganda ist vorbei und ich fuehle mich pudelwohl. Alle im Office sind super nett und kuemmern sich um uns. Unsere Nachbarn schauen staendig vorbei und wir waren am Freitag sogar schon bei einer muslimischen Familie zum Essen eingeladen, um das Ende des Ramadan zu feiern. Auch christliche Volunteers vom Roten Kreuz waren eingeladen.
Seit Mittwoch leben Vincent und ich in unserem grossen Haus in Mbale im district Maluku Adra. Wir haben jeder ein Zimmer, ein riesiges Wohnzimmer, das noch etwas leer aussieht mit nur 2 Tischen und Stuehlen, eine riesige Garage, ein Zimmer zum Waesche waschen, eine Kueche, in der ich auf einer Gasflasche koche, und ein Bad, in dem die Dusche etwas kaelter ist als in Deutschland und in dem unsere Toilette im Boden ist. Allerdings haben wir sogar eine Wasserspuelung, was hier schon richtiger Luxus ist. Ca. 40% der Bevoelkerung haben Latirnen, der Rest hat nicht einmal das. Die Bedeutung von fliessend Wasser, Strom, sauberen Toiletten und reinem Trinkwasser beginne ich hier langsam zu begreifen. Alles Wasser, das wir trinken oder zum kochen verwenden wollen, kochen wir vorher erst gruendlich ab oder kaufen es in Flaschen. Auch mit dem Haendewaschen bin ich in den paar Tagen schon sehr viel gruendlicher geworden als daheim.
Unser Haus ist von einer riesigen Mauer mit Glassplittern oben drauf umgeben, was uns beiden ein Gefuehl von Sicherheit gibt. Wenn wir aus unserem Tor gehen, kommen uns Kuehe, Ziegen, Huehner und Truthaehne mit ihren Kueken entgegen, die hier ueberall rumlaufen. Die Menschen in unserer Nachbarschaft leben in-fuer uns- aermlichen Verhaeltnissen, sind aber alle nett. Vor allem die Kinder haben hier ein reges Interesse an uns. Gestern hat Vincent vor unserem Haus eine selbst gebastelte Haengematte aufgehaengt und ab da haben staendig kleine Haende und Gesichter durch die kleinen Loecher in unserer Mauer geschaut.
Auch wenn wir zur Arbeit laufen rufen uns die Kinder "Mzungu" (Weisser) hinterher und meistens kommt auch ein "How are zou?". Selbst die Kleinsten von den Kleinen koennen diese paar Worte Englisch schon. Auf die Antwort "Fine and you?" kommt dann allerdings seltener etwas zuruek. Manche trauen sich auch ganz nah an uns heran und moechten dann unsere Haende beruehren.
Allgemein ist es hier ueblich sich zu gruessen auch wenn man sich nicht kennt. Ich finde diese Tradition sehr schoen, weil man sich dadurch gleich ueberall willkommen fuehlt.
Jetzt muss ich leider aufhoeren, mein BC muss wieder an den PC ;-) aber bald haben wir Internet dann schreib ich euch wieder oefter.
Hier noch meine neue Nummer: +256791010112
und meine Adresse (ich freu mich riesig ueber jede Post):
c|o Sabrina Konzok
Uganda Red Cross Society
P.O. Box 687
Mbale Branch
Uganda
Hab euch alle sehr lieb und vermiss euch
Sabrina